Wörterbuch – Glossar

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Aberrationsfreie Behandlung

Wenn Ihr Sehvermögen nicht durch Aberrationen höherer Ordnung beeinträchtigt wird, ist die aberrationsfreie Behandlung geeignet. Bei dieser Behandlung werden die vorhandenen Aberrationen höherer Ordnung nicht verändert, sondern nur Sehfehler wie Kurzsichtigkeit (Myopie), Weitsichtigkeit (Hyperopie) und Stabsichtigkeit (Astigmatismus) korrigiert. Sie sehen wie mit Brille und Kontaktlinsen und das Gehirn braucht keine Lernphase, um sich an neue, vielleicht störende Veränderungen anzupassen. Zudem werden auch keine zusätzlichen Aberrationen erzeugt, die Ihre Sehschärfe und Ihr Kontrastsehen verschlechtern können.

Aberrationen höherer Ordnung

siehe Sehfehler höherer Ordnung

Aberrometer

Neben den Brechkraftfehlern wie Sphäre und Zylinder lassen sich auch weitere Sehfehler im Auge mit Hilfe eines Aberrometers sehr detailliert ermitteln. Denn diese Diagnosegeräte bestimmen die objektiven und der quantitativen Abbildungsfehler des gesamten menschlichen Auges.

Ablation

Bezeichnet den Gewebeabtrag, der operativ mit einem Lasersystem (Femto-LASIK, LASIK, LASEK, PRK) durchgeführt wird. Der Begriff „Ablation“ wird aus dem lateinischen Begriff „ablatio“ (Abtragung, Ablösung) abgeleitet.

Akkommodation

wird das Scharfstellen des Auges auf näher gelegene Objekte genannt. Hierbei wird die optische Brechkraft der Augenlinse erhöht.

Asphärisch

„nicht sphärisch“. Bezeichnung für die Oberfläche einer Linse, bei der sich die Krümmung vom Zentrum zur Peripherie verändert. Eine asphärische Oberfläche ermöglicht die Korrektur von Aberrationen, insbesondere sphärischen Aberrationen.

Augenlaser

Laser (Femto-LASIK, LASIK, LASEK, PRK), der in der Augenheilkunde zu therapeutischen Zwecken (Augenlaserbehandlung) eingesetzt wird. Einsatzbereiche verschiedener Laser sind: Korrektur von Fehlsichtigkeiten mit dem Excimer Laser, Therapie von Grauem Star (Katarakt) und Grünem Star (Glaukom), Behandlung der Netzhaut.

Behandlungszone

wird die Zone der Hornhaut genannt, auf der die Laserpulse auftreffen.

Brechkraft

ist das Maß für die Strahlenablenkung der Lichtstrahlen auf einen Brennpunkt. Sie wird in Dioptrien (dpt.) angegeben.

Corneale Wellenfront

Sie dokumentiert die Art und Größe aller an der vorderen Hornhautoberfläche vorhandenen Abbildungsfehler (Aberrationen) höherer Ordnung und erlaubt eine sehr genaue Diagnostik. 80 Prozent der Aberrationen des menschlichen Auges treten im Hornhautbereich auf. Lediglich 20 Prozent finden sich in Linse und Glaskörper.

Customized Ablation

Damit wird die individuell angepasste Hornhautchirurgie bezeichnet. Die Berechnung des optimalen Abtragungsprofils erfolgt nach einer gründlichen Anamnese und Diagnose und berücksichtigt jeweils individuelle Sehanforderungen – häufig unter Hinzunahme von Erkenntnissen aus der cornealen und okularen Wellenfrontanalyse. Bei der Customized Ablation wird das Auge auf feinste anatomische Abweichungen hin untersucht; Die daraus abgeleiteten individuellen Abtragungsprofile können die Sehqualität zusätzlich verbessern. Dezentrierung
Eine nicht optimale Zentrierung der Behandlungszone während der Augenlaserbehandlung kann zur Wahrnehmung von Doppelkonturen und zu vermehrter Blendempfindlichkeit führen.

Dioptrien

sind die Maßeinheit für den refraktiven Sehfehler. Die Abkürzung ist dpt. Ein negativer Dioptrienwert beschreibt ein kurzsichtiges Auge (z.B. - 2,5 dpt Sph), ein positiver Dioptrienwert ein weitsichtiges Auge (z.B. + 2,5 dpt Sph.).

Excimer Laser

Der Excimer Laser ist ein Augenlaser, der mit Kaltlichtwellen arbeitet (Wellenlänge: 193 Nanometer). Die Hornhaut wird dadurch in ihrer Brechkraft verändert. Auf einer Fläche von sechs bis zehn Millimetern Durchmesser im Zentrum der Hornhaut wird weniger als ein Zehntel Millimeter deren Dicke abgetragen. Das Hornhautgewebe wird dabei nicht beschädigt; Aufwändige, hochmoderne Überwachungssysteme sorgen für die notwendige Präzision des Excimer Lasers.

Eye Tracker

Von entscheidender Bedeutung für die Augenlaserbehandlung ist eine genaue Führung des Laserstrahls. Da auch bei voller Konzentration des Patienten kleinste, unwillkürliche und nicht zu unterdrückende Augenbewegungen auftreten, überwacht ein Blickverfolgungssystem die Position und Bewegung des Auges. Alle Augenbewegungen werden automatisch ausgeglichen.

Femtosekundenlaser

Dabei handelt es sich um einen Augenlaser, dessen Lichtpulse im Femtosekunden-Bereich liegen. In der Augenlaser-Chirurgie wird dieser Laser zur Herstellung einer Hornhautlamelle (Flap) verwendet. Andere Methoden präparieren die Hornhautlamelle manuell mithilfe eines Mikrokeratoms. Die Laserkorrektur selbst wird mit dem Excimer Laser durchgeführt.

Flap

Der Flap ist eine Hornhautlamelle oder ein Hornhautscheibchen. In der Augenlaser-Chirurgie wird ein Flap zunächst mithilfe eines Mikrokeratoms oder eines Femtosekundenlasers präpariert. Beim LASIK-Verfahren wird der Flap vor der Augenlaserbehandlung wie ein Deckel aufgeklappt und anschließend wieder zurückgeklappt. Wie ein körpereigenes Pflaster verschließt und schützt er so das behandelte Gewebe.

Glaskörper

Der Glaskörper ist ein Teil des Auges, das zwischen Linse und Netzhaut liegt. Er besteht aus einer gelartigen, transparenten Substanz.

Halos

Die Wahrnehmung von Lichthöfen um Lichtquellen, zumeist in der Dämmerung oder im Dunkeln, sind ein möglicher Nebeneffekt nach der Augenlaser-Chirugie.

Haze

Eine durch Hornhauttrübung hervorgerufene lokale Entzündung.

Hornhaut (Kornea)

Die Hornhaut bildet die äußerste, transparente Oberfläche des Auges. Das Licht wird an der Hornhaut gebrochen und gelangt durch sie in das Augeninnere. Bei einer Augenlaserbehandlung (Femto-LASIK, LASIK, LASEK, PRK) werden Fehlsichtigkeiten durch einen Eingriff an der Hornhaut behoben.

Hornhautdicke

Die Hornhautdicke entscheidet darüber, wie viel Gewebe bei einer Augenlaserbehandlung abgetragen werden kann, ohne dass die Hornhaut instabil wird. Je stärker die Fehlsichtigkeit ist, desto höher ist der notwendige Abtrag. Bei einer besonders hohen Fehlsichtigkeit sind den Laser-Verfahren daher Grenzen gesetzt. Die normale Hornhautdicke beträgt zwischen 500 und 600 Mikrometer.

Hornhautepithel

Oberste, regenerationsfähige Schicht der Hornhaut.

Hornhautlamelle

Hornhautlamelle, Hornhautscheibchen oder Flap wird die vordere Schicht der Hornhaut genannt. Beim LASIK-Verfahren wird die Hornhautlamelle mithilfe eines Mikrokeratoms oder des Femtosekundenlasers eingeschnitten und aufgeklappt.

Hornhautstroma

Das Stroma bildet den mittleren Teil der Hornhaut und macht etwa 90% deren Dicke aus. Zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten wird bei der refraktiven Chirurgie mit Excimer Laser ein Teil des Hornhautstromas abgetragen.

Hornhauttopographie

Mithilfe dieses diagnostischen Verfahrens kann die Beschaffenheit der Hornhautoberfläche berechnet und grafisch dargestellt werden. Die Hornhaut ist zu etwa 70% für die Brechkraft des Auges verantwortlich – die Typologie der Hornhaut ist daher für die Sehqualität entscheidend.

Keratoplastik

Operatives Verfahren zur Hornhauttransplantation. Eine Keratoplastik kann durch Erkrankungen der Hornhaut notwendig werden (z.B. Hornhauttrübung, Keratokonus). Transplantiert wird menschliches, gespendetes Hornhautgewebe, da es bisher kein künstliches Gewebe gibt, das langfristig zur Transplantation geeignet ist.

Kontrastsensitivität

Die Fähigkeit des Auges, Leuchtdichten- und Farbunterschiede zwischen einzelnen Bereichen eines Bildes wahrzunehmen. Die Kontrastsensitivität ist bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt und erreicht im Alter von ca. 20 Jahren ihren Höhepunkt.

Limbus

Teil des Augapfels. Übergangszone zwischen Horn- und Lederhaut.

Mikrokeratom

Bei dem Mikrokeratom handelt es sich um ein kleines motorgetriebenes, computergesteuertes Skalpell. Beim LASIK-Verfahren wird das Mikrokeratom zur Herstellung der Hornhautlamelle eingesetzt.

Nachbehandlung

Wenn das Ergebnis der Augenlaserbehandlung nicht zufriedenstellend ausfällt, kann in wenigen Fällen eine zweite Augenlaserbehandlung notwendig sein. Bei der Nachbehandlung kann eine bestehende Restfehlsichtigkeit behoben werden.

Netzhaut (Retina)

Lichtempfindliches Gewebe an der Innenseite des Auges. Das einfallende Licht überquert Linse und Glaskörper und trifft dann auf die Netzhaut auf. Dort wird das Licht in Nervensignale umgewandelt, welche über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet werden.

Online-Pachymetrie

Mithilfe eines optischen, berührungslosen Verfahrens wird bei der Online-Pachymetrie die Hornhautdicke während einer Augenlaserbehandlung gemessen. Die kontinuerliche Vermessung während des Eingriffs, bei dem Hornhaut abgetragen wird, beugt einer zu starken Ausdünnung der Hornhaut vor und stellt sicher, das diese auch nach der Augenlaserbehandlung noch stabil genug ist.

Okulare Wellenfront

Mit der okularen Wellenfront wird die Art und Größe der Abbildungsfehler höherer Ordnung im gesamten Auge (Hornhaut, Linse und Glaskörper) dokumentiert. Zur Messung der Wellenfrontfehler wird ein Aberrometer eingesetzt. Dieses schickt eine definierte Lichtwelle in das Auge; Die reflektierte Wellenfront wird dann von einem optischen Sensor (Hartmann Shack-Sensor) gemessen. Die „okulare Wellenfrontabweichung“ ist die mathematisch gemessene Abweichung der optischen Weglänge. Auf diese Weise können optische Fehler des gesamten Auges erfasst werden. Die okulare Wellenfront ist damit eine der wenigen objektiven Methoden zur Ermittlung der Qualität der Abbildung der Netzhaut. Sie sorgt für die Sicherung eines sehr guten Behandlungsergebnisses bei Augen mit größeren Sehfehlern höherer Ordnung.

Postoperativ

Nach der Operation

Präoperativ

Vor der Operation

Pupille

Die Pupille, das Sehloch, liegt im Zentrum der Regenbogenhaut (Iris) des Auges. Sie bestimmt die Menge an einfallendem Licht auf die Netzhaut. Da der größte Teil des Lichts vom Augengewebe aufgenommen wird, erscheint die Pupille schwarz.

Refraktion

Brechungsfehler des Auges. Die Höhe der jeweiligen Refraktion wird in Dioptrien (dpt.) ausgedrückt.

Refraktive Chirurgie

Operative Verfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeit.

Retina

Lichtempfindliches Gewebe an der Innenseite des Auges, auch Netzhaut genannt. Das einfallende Licht überquert Linse und Glaskörper und trifft dann auf die Retina auf. Dort wird das Licht in Nervensignale umgewandelt, welche über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet werden.

Sehfehler höherer Ordnung

Neben Kurz- und Weitsichtigkeit sowie Stabsichtigkeit gibt es weitere Abbildungsfehler des Auges: die Sehfehler höherer Ordnung. Hervorgerufen werden sie vor allem durch kleinste Unregelmäßigkeiten auf der Hornhautoberfläche. Die Beeinträchtigungen durch die höheren Brechungsfehler hängen mit der Größe des Pupillendurchmessers zusammen. Bei hellem Licht oder Tageslicht verkleinert sich die Pupille und das Licht fällt hauptsächlich entlang der optischen Achse in das Auge ein – die Auswirkungen der Sehfehler höherer Ordnung sind dann weniger stark als bei Dämmerung und Dunkelheit. Dann nämlich erweitert sich die Pupille und das Licht gelangt auch durch abseits der optischen Achse liegende Randbereiche in das Auge. Aus diesem Grund sehen auch ansonsten normalsichtige Menschen bei schlechten Lichtverhältnissen weniger scharf.

Sehschärfe

Wichtigster messbarer Parameter des Sehsinns. Die am weitesten verbreitete Methode zur Ermittlung der Sehschärfe erfolgt mithilfe einer Sehprobentafel. Nach dem niederländlichen Augenarzt Hermann Snellen wird diese Methode auch „Snellen-Index“ genannt. Der Patient liest kleiner werdende Buchstaben und Zahlen von der Tafel ab. Die daraus bestimmte Sehschärfe wird meist in logarithmischer Einteilung angegeben. Der Wechsel von einer Sehprobentafel-Zeile zur nächsten entspricht einer Snellen-Linie. Weiterhin gibt es Sehprobentafeln mit dezimaler Einteilung: hier entsprechen etwa zwei Zeilen einer Snellen-Linie.

Sklera

Medizinischer Fachausdruck für die Lederhaut des Auges, die wegen ihrer weißlichen Farbe auch „weiße Augenhaut“ genannt wird. Sie umschließt den Augapfel fast komplett und dient dem Schutz des Auges. Sklera und Hornhaut bilden die äußere Augenhaut.

Sphäre

Maßeinheit, mit der die Höhe der Fehlsichtigkeit ausgedrückt wird. Die Angabe erfolgt in Dioptrien (dpt.). Bei Kurzsichtigkeit wird ein negatives, bei Weitsichtigkeit ein positives Vorzeichen vorangestellt (z.B. -1 dpt., +4,5 dpt.).

Sphärische Aberration

Optische Aberration, die die normale Wellenfront verformt. Dadurch entstehen Verzerrungen und Unschärfen beim Sehen wie auch die Wahrnehmung von Streulichtern. Besonders stark zeigen sich die sphärischen Aberrationen bei Dämmerung und Dunkelheit.

Überkorrektur

Die Korrektur der Sehschärfe bei der Augenlaserbehandlung fällt höher aus als erwartet.

Unterkorrekur

Die Korrektur der Sehschärfe bei der Augenlaserbehandlung fällt geringer aus als erwartet.

Visus

Von Augenärzten benutzter Fachbegriff für Sehschärfe.

Wellenfronttechnologie

Jedes Auge ist unterschiedlich und weist kleinere Fehler auf. Beim Sehen wird das einfallende Licht von jedem Auge anders, in einzigartigen Mustern gestreut. Diese Muster werden als Wellenfront bezeichnet. Die Wellenfronttechnologie misst die individuellen Streulichtfehler, die Wellenfront-Aberrationen (niederer und höherer Ordnung) eines Auges. Die Fehler höherer Ordnung hängen von der Größe des Pupillendurchmessers ab. Je kleiner die Pupille ist, desto geringer wirken sich die Streulichtfehler höherer Ordnung aus. Unterschieden wird außerdem zwischen der okularen Wellenfront – der Wellenfrontanalyse des gesamten Auges – und der cornealen Wellenfront – der Wellenfrontanalyse der Hornhaut.

Zylinder

Maßeinheit zur Bestimmung der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus). Der Wert wird in Dioptrien ausgedrückt (z.B. 1,5 dpt). Die Angabe eines positiven oder negativen Vorzeichens, wie bei der Kurz- und Weitsichtigkeit ist nicht notwendig.

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