Mögliche Risiken einer Augenlaser-Behandlung

Die LASIK ist weltweit die häufigste chirurgische Methode zur Korrektur von Fehlsichtigkeit und gehört zu den Augenlaser-Behandlungen mit der geringsten Risiko-Rate.

Dennoch ist das Augenlasern immer auch mit einem Risiko verbunden.

Allerdings ist die Risiko-Rate bei einer LASIK, Femto-LASIK, PRK oder LASEK mit weniger als 0,5% nicht behandelbarer, unerwünschter Nebenwirkungen sehr gering.

Damit ist sie ähnlich hoch wie die Komplikationsrate beim langjährigen Tragen von Kontaktlinsen und dem damit einhergehenden Risiko von Entzündungen oder einer sauerstoffbedingten Schädigung der Hornhaut. Ihr Augenarzt wird Sie im Rahmen des ärztlichen Aufklärungsgesprächs über mögliche Risiken informieren und Ihnen nur dann zu einer Augenlaser-Behandlung raten, wenn alle Faktoren für eine LASIK, Femto-LASIK, PRK oder LASEK sprechen.

Die Nebenwirkungen lassen sich in drei Kategorien einteilen:

Gruppe 1 – Diese Nebenwirkungen betreffen 15% der Patienten und verschwinden ohne weitere Maßnahme von selbst:

Fremdkörpergefühl im behandelten Hornhautgebiet. Dies kann durch die Verletzung der nervenführenden Schicht während der Entfernung des Deckhäutchens bzw. durch die Flap-Bildung geschehen.

  • Blendungserscheinungen während des Regenerationsprozesses. Besonders nachts kann es in den ersten Wochen zu Störungen, z.B. während des Autofahrens, kommen, verursacht durch wundheilungsbedingte Hornhautödeme.
  • Schwankende Sehleistung während der Heilungsphase. Bedingt durch den Heilungsprozess kann dies bis zu 6 Wochen dauern.

Gruppe 2 – Diese Nebenwirkungen betreffen 5% der Patienten und können durch Medikamente oder durch eine Nachbehandlung behoben werden:

  • Verbleibender Restsehfehler durch Unter- oder Überkorrektur. Kann durch eine Nachbehandlung frühestens nach Ablauf von 4 Monaten behoben werden.
  • Blendungserscheinungen durch Gewebsverdichtungen und Ablagerungen im behandelten Bereich (sog. "haze" bei PRK und LASEK-Verfahren). Diese können mit entsprechenden Augentropfen behoben werden, Hazebildung ist beim LASIK-Verfahren unbekannt.
  • Schwankende Sehleistung während der Heilungsphase. Bedingt durch den Heilungsprozess kann dies über 6 Wochen dauern.

Gruppe 3 – Diese Nebenwirkungen betreffen 0,5% der Patienten und verursachen bleibende Schäden:

  • Trübung der Hornhaut durch therapieresistente Entzündungen oder überstarke Haze-Bildung (PRK und LASEK).
  • Optische Asymmetrien: Geisterbilder hinter Zahlen und Buchstaben, beleuchtungsabhängige Kontrastsehprobleme.
  • Missverhältnis zwischen optischer (gelaserter) Zone und Pupillenweite. Dies führt zu schlechterer Nachtsicht (Nachtfahruntauglichkeit), erhöhter Blendempfindlichkeit und inkompletter Sehkraft.

Die Entscheidung für oder gegen eine Augenlaser-Behandlung ist von vielen Faktoren abhängig. Je besser Sie informiert sind, umso leichter wir Sie Ihnen fallen.

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